Picture my Day – Day #29

Ein Tag im Alltag der Frau Locke – der 29. Picture my day-Day wird von Heike von Schnipselich organisiert und ich mache gerne mit.

Los geht‘s…

Achtung Werbung: Ihr findet hier Bilder von meinem Lehrerkalender (Eigenwerbung) und von vielen Dingen, die ich aber alle selbst angeschafft habe oder die der Schule gehören. Dies ist ein Blog ohne Kooperationen, ohne Affiliates o.ä. Ich zeige meinen Alltag und erhalte dafür keinerlei Gegenleistung.

Zuhause passiert bei mir immer noch nicht viel. Mein Weg zur Schule ist nicht weit und dort angekommen packe ich erstmal meinen Lehrerkalender aus und checke, was anliegt, ob ich noch was richten oder erledigen muss. Kopieren habe ich meist schon Tage im Voraus erledigt, morgens kopieren stresst mich. Die Lichterkette und der PC wird angemacht und die Tür lasse ich schon offen

für die Kinder nachher.

Auf Instagram haben viele nach dem Planer gefragt: Es gibt ihn auch im kommenden Jahr wieder im Matobe-Verlag. Die ein oder andere Änderung wird noch überlegt, aber er wird sich nicht viel verändern. Ich komme wirklich gut mit ihm klar und die meisten Rückmeldungen waren recht positiv.

 

Den ersten Kaffee trinke ich mit den Kolleginnen in der Schule, manchmal aus der Erdmännchen Tasse, die mir eine liebe Kollegin zum letzten Geburtstag Geschenk hat. Der erste Ratsch und der gemeinsame Start in den Tag ist ein lieb gewonnenes Ritual geworden für mich.

Die Kinder bringen den Trubel mit. Ich höre mir an, was seit gestern 17:30 Uhr passiert ist, begutachte Schätze, staune, lobe, tröste, kommentiere. Wir hatten gestern unser Adventscafé mit den Eltern am Nachmittag. Da gab es viel zu berichten. Die Kinder lesen den Stundenplan und hängen den Tagesplan an die Tafel, dann bereiten sie ihren Platz vor und es kann losgehen mit dem Morgenkreis. Unter der Woche gibt es keine Hausaufgabe, weil wir die Ganztagsklasse sind und die Übungsphasen in unserem Tagesplan verankert haben.

Zu unserem Morgenkreis-Ritual gehört: den Guten-Morgen-Gruß durch alle Hände laufen lassen, Datum, Wetter, Singen, die Tagesplanung vorstellen (das mache ich)  und dann besprechen wir noch, was besonderes anliegt und zur Zeit auch noch die Adventsgeschichte. Ich lese das Buch  „Du spinnst wohl“ vor und es gefällt den Erdmännchen sehr gut.

Während die Kinder in ihrem Karibu Arbeitsheft arbeiten,helfe ich, radiere ich, sporne an und erkläre unbekannte Wörter. Manchmal schaffe ich es auch, das ein oder andere Heft oder Arbeitsblatt nebenbei zu korrigieren. Alle Hefte, die wir nicht benötigen, landen hier im Hefteregal. In der blauen Kiste ist noch Schulobst von Dienstag übrig und in die Ablage legen die Kinder fertige Arbeitsblätter.

Nach der Pause ging es dann weiter mit Geometrie: wir haben gestern die Flächenformen angefangen und heute sollten die Kinder Bilder den Formen richtig zuordnen. Dann haben wir noch die Begriffe Ecke und Seite gesprochen und an den Formen nachgezählt.

Davon gibt es kein Foto, weil ich es blöd finde als Lehrerin mit Handy rum zu laufen und ständig zu fotografieren.

In der vierten Stunde habe ich donnerstags immer Besprechungs-Stunde mit meiner Co-Lehrerin. Wir haben den Deutsch-Unterricht in zwei Gruppen getrennt und sie hat die kleinere Deutsch plus Gruppe und auch einige Stunden alleine in der Klasse. Wir besprechen also die nächste Woche und bereiten alles vor, kopieren und sprechen ab, wer noch welche Vorbereitung übernimmt. Julia, wenn du das liest, es ist mir ein Fest <3

 

Auf dem Bild seht ihr Materialien aus dem Karibu-Zusatzmaterial sowie die Leseblätter von Kerstins Krabbelwiese (passend zum Karibu).

Für die fünfte Stunde hatte ich heute Kunst geplant. Passend zu den Flächenformen haben wir mit Stempeln und dem Farbkasten gestempelt.

Nach der Mittagspause durften die Kinder dann mit Filzstiften Arme und Haare und Kleidungsstücke dazu malen. Wenn wir nicht mit Wasserfarben arbeiten, mache ich donnerstags nach der Mittagspause immer eine Stunde übendes Lernen. Das entspricht der Hausaufgabenzeit im Hort o.ä.

An unserer Schule ist ein Tagesheim angeschlossen. Deswegen haben wir großes Glück und haben immer ein warmes Mittagessen zur Verfügung. Das ist recht günstig und je nach Menüplan esse ich mit oder bringe mir selbst etwas mit an meinen langen Tagen. Heute gab es ein großes Salatbuffet und Semmelknödel mit Pilzsoße.

Meine Mittagspause ist dann von 12:20 Uhr bis 13:45. Bis um eins habe ich meistens gegessen und ein wenig Pause gemacht. Dann hole ich mir oft noch Korrekturen ins Lehrerzimmer und korrigiere noch ein wenig, während die Kollegen drumrum noch essen, die „erst“ um eins Schluss hatten.

Am Ganztag genieße ich auch, dass ich eigentlich nie pünktlich mit irgendwas fertig sein muss. Wir müssen nicht tipptopp aufräumen für die Mittagspause, sondern können weitermachen, während die Bilder gut getrocknet sind.  Die Schulranzen stehen übrigens vorne, weil wir die immer vor den Wasserfarben in Sicherheit bringen.

In der letzten Stunde gibt es noch mal eine AG Stunde, in der wir uns mit der zweiten Klasse im Ganztagszug mischen. Dann habe ich nur zwölf Kinder, die über das Schuljahr rotieren. In diesem Schuljahr mache ich eine Rabe Socke – AG. Im nächsten Jahr dann wahrscheinlich wieder etwas künstlerisches, wir versuchen da Abwechslung reinzubringen.  Die anderen Themen sind dieses Jahr Yoga, gesunde Ernährung und Rope Skipping.  Jedes Kind hat am Ende des Jahres jede AG besucht für einen bestimmten Zeitraum und das hat sich für uns auch so bewährt.

Bevor ich gehe, schaue ich oft nochmal bei meinen Erzieherinnen rein. Wir tauschen uns noch mal kurz aus, wie der Nachmittag lief und ob es irgendetwas besonderes gab.

Heute war ich um 15:45 Uhr draußen, das ist total ok. Unterrichtsschluss war 15:30 für mich.

Zuhause gab’s dann erst mal Tee und Plätzchen und ein bisschen Zeit zum Runterkommen. Salbeitee gibt’s bei mir immer, wenn die Stimme zwickt.  Gerade muss ich wieder bewusst drauf achten, d.h. auch mal ein Hörspiel und sich bewusst zurücknehmen, damit die letzte Woche auch noch gut klappt.

Heute habe ich dann noch mal die E-Mails gecheckt und in den Planer geschaut, ob irgendwas ansteht. Privat habe ich ein Fikofax Clipbook.  Dafür gestalte ich meine eigenen Einlagen oder nutze das gepunktete Papier-Printable von AZURpapier/Etsy.

Wenn ich nichts anderes vorhabe, wäre das jetzt auf die Zeit, in der ich am Blog arbeite oder Proben korrigiere. Hefte nehme ich grundsätzlich nicht mehr mit nach Hause. Das habe ich mir im Ref geschworen und mich bisher immer daran gehalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Heute habe ich dann nur das allernötigste erledigt, denn ich war zum Abendessen und Absacker auf dem Weihnachtsmarkt verabredet.  Da kann ich von mir aus zu Fuß hin laufen und es ist einfach eine so schöne kleine Alltagsflucht.

Wer es noch nicht gemerkt hat: ich liebe Weihnachten!

Zurück zu Hause, habe ich erst einmal die Beleuchtung vom Weihnachtsbaum angeschaltet. Das ist mein Ritual zum Abendessen und dann wird auch nichts mehr für die Schule gemacht.

Am iPad habe ich jetzt noch in Ruhe am Beitrag geschrieben.  Am Wochenende hätte ich nämlich keine Zeit dafür gehabt. Nebenbei läuft Bones: da kenne ich alle Folgen schon und es ist eine schöne Berieselung.

Das war mein Tag. Wer er bis hierher geschafft hat: Danke fürs Interesse. 🙂 Stellt eure Fragen gerne hier in den Kommentaren. Hoffentlich habe ich nichts vergessen von dem, was auf Instagram gefragt wurde, sonst fragt einfach nochmal.

*Liebe Grüße, Nicole*

 

 

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10 Antworten

  1. Anne sagt:

    Hallo Nicole,

    spannend, mal Einblick in so einen Lehrertag zu erhalten – danke dafür. 🙂

    Dein Wand-Weihnachtsbaum sieht wunderschön aus, hast du den selber gebastelt?

    Witzig ist ja manchmal, wie alles über drei Ecken zusammenhängt: auf deinen Blog aufmerksam geworden bin ich über die Teilnehmerliste vom #pmdd29. Hab hier ein bisschen herumgestöbert und gesehen, dass du mit dem Worksheet Crafter arbeitest – ha, ich arbeite für die Firma, die den Bestellprozess für dessen Vollversion anbietet. Die Shopseite habe ich damals gecodet. 😀

    Liebe Grüße
    Anne

    • Frau Locke sagt:

      Hallo Anne,
      witzig – wie klein die Welt doch manchmal ist.
      Den Weihnachtsbaum habe ich selbst gebastelt im letzten Jahr. Das war ein bissl Gefummel mit der Bastschnur, aber durchaus machbar. Er hing das Jahr über komplett dekoriert im Keller und hat das ohne Probleme überstanden! So einer ist perfekt, wenn man, wie ich, über die Feiertage eh bei der Familie verbringt und dort den echten Tannenbaum stehen hat.
      Liebe Grüße,
      Nicole

  2. Kerstin sagt:

    Liebe Frau Locke,
    danke für den interessanten Einblick in deinen Alltag – und vor allem herzlichen Dank für die tollen Materialien, die du uns zur Verfügung stellst. Ich konnte für meine kleinen Erstklässler-Eulen schon sehr viel davon verwenden.

    Der Weihnachtsbaum an der Wand gefällt mir auch!

    Viele Grüße
    Kerstin

  3. Regina sagt:

    Liebe Frau Locke
    Danke für deinen Einblick! Genauso wie viele andere profitier auch ich mit meiner aktuellen ersten Klasse von deinen tollen Sachen 🙂 ein großes Dankeschön dafür! Ich erachte das nicht als eine Selbstverständlichkeit…..Eine Frage habe ich noch: ihr arbeitet mit der Karibu Fibel? Was ist dein Eindruck, bzw sind deine Erfahrungswerte damit…wir planen als Schule evtl einen Buchwechsel im nächsten Jahr.
    Über eine Antwort freut sich
    Regina 🙂

    • Frau Locke sagt:

      Hallo Regina,
      ich bin mit der Karibu Fibel sehr zufrieden, wir arbeiten jetzt im dritten Durchgang damit. An unserer Schule gibt es immer viel sprachlichen Förderbedarf, da passt das genau und die Kinder arbeiten auch sehr gerne damit, da sich vieles wiederholt und die Aufgabenformate bekannt sind.
      Ihr solltet die Fibel auf jeden Fall mit in die engere Auswahl nehmen.
      Liebe Grüße,
      Nicole

  4. Karina sagt:

    Hallo Nicole,
    vielen Dank für den Einblick in deinen Alltag als Lehrerin. Ich habe mich eben in deinen Wand-Weihnachtsbaum schockverliebt und finde den ganz klasse! Vielleicht versuche ich mich für nächstes Jahr auch an einem, da sich ein richtiger Weihnachtsbaum für mich nicht rentiert (verbringe Weihnachten bei der Familie).
    Liebe Grüße und noch eine schöne Adventszeit,
    Karina

    • Frau Locke sagt:

      Hallo Karina,
      das war auch mein Gedanke, als ich den im letzten Jahr gebastelt habe. Der „echte“ Baum ist bei der Familie, aber ganz ohne geht es irgendwie doch nicht.
      LG Nicole

  5. Akai sagt:

    Ich realisiere gerade wie viele Lehrerblogs es doch gibt xD gerade selbst noch nach ein paar Unterrichtsideen gegooglet, aber für einen anderen Kontext. Workshops und dergleichen. Ein netter Einblick in deinen Tag 🙂 er wirkt ruhig und beständig, war nett die Fotos anzusehen.

  6. missnothing87 sagt:

    Liebe Nicole,
    vielen Dank für den Einblick in einen deiner Schultage und die detaillierten Erklärungen. 🙂
    Ich finde es sehr beruhigend, dass es noch andere Kollegen gibt, die früh(er) in die Schule kommen, um dort ihren Kaffee zu trinken und gemeinsam mit einigen Kollegen entspannt in den Tag zu starten. Wenn ich anderen davon erzähle, ernte ich oft ungläubige Blicke 😉
    Ich finde das Konzept der Ganztagsklasse sehr interessant. Kann ich mich zu deren Organisation irgendwo weiter belesen? V.a. frage ich mich wie deine Stunden gezählt/ gerechnet / aufgeteilt werden. Du hast jatrotzdem nur ein Deputat von 28 h und es müssen durch den Ganztag sicherlich mehr Stunden in der Klasse abgedeckt werden.
    Ich mag deinen Blog und deinen Insta-Account sehr gerne. Ich wünsche dir eine schöne Zeit zwischen den Jahren. 🙂
    Viele liebe Grüße

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